Haus & Energie

24.11.2010

Lösungen und Produkte für das Sanieren, Modernisieren und Energiesparen

Eine aktuelle Studie des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg ZSW belegt:
Wer beim Heizen ganz oder teilweise auf regenerative Energien setzt, spart Geld. Im Jahr 2009 summierte sich die durchschnittliche Ersparnis pro Privathaushalt bei den verbrauchsgebundenen Heizkosten den Forschern zufolge auf 595 Euro. Und das, obwohl die Preise für konventionelles Öl und Erdgas im gleichen Zeitraum vergleichsweise niedrig waren. Insgesamt sparten Holzheizungen, Wärmepumpen und solarthermische Anlagen im vergangenen Jahr 2,56 Milliarden Euro an Heizkosten ein.

Angesichts dieser Zahlen verwundert es nicht, dass regenerative Heizsysteme und Kombianlagen auf der Messe Haus & Energie in Sindelfingen 2011 erneut breiten Raum einnehmen werden. Allerdings bietet die Messe, die vom 27. bis 30. Januar ihre Tore öffnet und ihren festen Platz im Messekalender von Handwerkern, Ingenieuren, Bauherren und Sanierern hat, weit mehr als Heizungstechnik. Gezeigt wird eine breite Palette an Lösungen und Produkten für das Bauen, Modernisieren und Energiesparen.

Bei Heizungsanlagen setzt sich der Trend zu Kombi-Systemen fort, die sowohl konventionelle als auch erneuerbare Energien nutzen. Besonders gefragt sind die Kombination von Gas- oder Ölbrennwertkesseln mit einer Solarthermie-Anlage oder die Kombination von Holzheizung und Solarthermie-Anlage.
Zu diesen Themen können sich die Besucher der Haus & Energie unter anderem bei Junkers Deutschland Bosch Thermotechnik GmbH und bei Vaillant informieren.
Vaillant hat erst vor kurzem ein Installationskit für die Fassadenmontage der in Deutschland hergestellten Flachkollektoren für die solare Wärmegewinnung vorgestellt. Zudem können sich Interessenten über die neue Solarstation auroFLOW informieren. Sie beinhaltet neben einer Regelung, den notwendigen Sensoren und dem Entlüfter auch eine stromsparende Hocheffizienzpumpe. Dadurch, dass alle wichtigen Komponenten zum Aufbau eines Solarsystems in einem Gehäuse integriert sind, wird der Installationsaufwand deutlich gesenkt - dies nicht zuletzt auch bedingt durch den Wegfall des Kollektorfühlers und des Schnellentlüfters auf dem Dach.

Doch auch das Interesse an Wärmepumpen steigt. Hier haben die Hersteller in den vergangenen Jahren dazu gelernt, bestätigt das Freiburger Fraunhofer Institut für solare Energiesysteme. Die Forscher haben 56 Erdwärmepumpen, 18 Luftwärmepumpen und 3 Wasser-Wasser-Wärmepumpen über einen Zeitraum von drei Jahren beobachtet. Die Untersuchung wurde in zwei Phasen unterteilt, nach der ersten konnten die Hersteller nachbessern. Mit dem Ergebnis, dass es bei Sole-Wasser-Wärmepumpen über drei Jahre zu einer Arbeitszahl von 3,9 kam. 82 Prozent der Energie wurde für Heizzwecke verwendet, 18 Prozent für die Warmwassererzeugung. Bei Luft-Wasser-Wärmepumpen haben die Forscher eine Arbeitszahl von 2,9 erreicht. Allerdings ist die Jahresarbeitszahl den Freiburgern zufolge nicht entscheidend. Vielmehr komme es auf die Effizienz an, also die Möglichkeit, mit geringem Aufwand viel zu erreichen.

Darüber, inwieweit Wärmepumpen in Neubau und Sanierung Sinn machen und was für und was gegen den Einsatz spricht, können sich Messebesucher auch im Forum Haus & Energie informieren.
Großen Raum einnehmen werden im Forum neben den Anforderungen von Gesetzen wie dem EWärmeG, EEWärmeG und der seit dem 1. Oktober 2009 geltenden Energie Einsparverordnung (EnEV) 2009 Themen rund um die energetische Sanierung von bestehenden Gebäuden.
So werden verschiedene Bausteine zur Sanierung thematisiert, die auf der Messe zu sehen sind, wie Fenster oder Lüftungsanlagen. Weiteres wichtiges Thema ist die Finanzierung von Sanierungsmaßnahmen einschließlich der Fördermaßnahmen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Gerade im Bereich Fenster und Lüftungsanlagen besteht bei vielen Hausbesitzern noch große Unsicherheit. Inzwischen hat sich rumgesprochen, dass ein gedämmtes Haus gut gelüftet werden muss, um Probleme wie Schimmelbildung zu vermeiden. Der Gesetzgeber schreibt einen Mindestluftwechsel vor. Der lässt sich durch manuelles Lüften nur schwer einhalten, soll nicht gleichzeitig viel Wärmeenergie verloren gehen. Der Trend geht daher zur gezielten, nutzerunabhängigen Lüftung, beispielsweise über die Fenster. Der Fensterhersteller Illerplastic etwa, der seine Produkte ebenfalls auf der Haus & Energie präsentieren wird, hat mit „Clima Support“ Fenster im Programm, die auch im geschlossenen Zustand beim Lüften helfen:
Frische Luft tritt durch spezielle Dichtungen von außen in den seitlichen Fensterfalzbereich ein, strömt zwischen Flügel- und Rahmenprofil nach oben und gelangt schließlich durch Clima-Support in den Wohnraum. Bei größeren Windgeschwindigkeiten schließt das System automatisch, um Zuglufterscheinungen zu verhindern.